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Samoa

Autor: Dominik Baumann

Unser Trip nach Samoa startet mit einer Tragödie. Eine Woche bevor wir in Samoa ankommen sollten, hörte ich in den Nachrichten in Neuseeland, dass ein Tsunami den Pazifikraum bedroht. Sofort gings vor den Fernseher: Neuseeland war nicht wirklich bedroht, aber es gab Berichte über Flutwellen in beiden Samoas (Western Samoa und American Samoa). Die Tatsachen waren dann auch wirklich erschreckend: Mehrere Tote in beiden Ländern, hunderte Verletzte und ganze Dörfer waren einfach weggespühlt! Unter diesen Dörfern war auch unsere gebuchte Unterkunft, es gab kein einziges Gebäude mehr in dieser Gegend. So mussten wir umbuchen: Anstatt Lalomanu auf der Insel Upolu, gingen wir nun nach Lalo auf der Insel Savaii.

Der Flughhafen auf Samoa befindet sich etwa 20 Kilometer ausserhalb der Hauptstadt Apia. Man ist also gezwungen ab Flughafen ein Transportmittel zu organisieren (Taxis eignen sich dazu ganz guet). Unterkünfte gibt es beim Flughafen keine, das nächstgelegene ist das Luxushotel Aggie Grey. Die Taxis sind in Samoa sicher, relativ günstig und ein bequemes Reisemittel. Auch in Samoa gilt, dass Ausländer meistens mehr bezahlen müssen für eine Fahrt, deshalb immer vorher beim Hotel oder bei Einheimischen nachfragen, wieviel die Fahrt von A nach B kostet.

Samoa ist im Dorf- und Familiensystem aufgebaut: In vielen Dörfer leben nur Mitglieder von einer oder mehreren Familien. Somit ist es nicht verwunderlich, dass in den Dörfer alle miteinander verwandt sind. Da mit der Zeit auch in Dörfer mit anderen Familien geheiratet wurde, sind eigentlich alle miteinander verwandt auf den Inseln (diesen Spruch machen die Samoaner auch über sich selber).

Apia ist die Hauptstadt von Samoa. Nachdem ich Suva (Hauptstadt von Fiji) gesehen habe, habe ich mir eine pulsierende Stadt vorgestellt. Effektiv erlebt habe ich dann aber ein grösseres Dorf (mit Unmengen von weiteren Dörfern als Agglomerationen). Ein wirkliches Stadtfeeling will in Apia nicht aufkommen, aber das ist auch gut so - die Leute sind somit nicht den Stress einer Stadt ausgesetzt und nehmen sich Zeit für die Gäste. Sehenswert in Apia sind unter anderem: Palolo Marine Reserve, Clock Tower sowie die vielen Kirchen und Märkte in der Stadt. Etwas ausserhalb von Apia befindet sich ein MUST DO eines Samoa Besuches: Sliding Rocks Papaseea. Die Wasserfälle werden von den Samoanern als Wasserrutschen genutzt und Touristen können für wenig Geld (2 Samoan Tala) dieses erfrischende Erlebnis teilen. Das Negative in Apia sind die vielen streunenden Hunde. Vor allem in der Nacht können diese nicht ganz ungefährlich sein und ein Taxi ist einem Fussmarsch vorzuziehen.

Die schönsten Strände der Insel Upolo sind im Südosten zu finden. Lalomanu war der bekannteste und beliebsteste Ferienort dieser Insel. Mit dem Tsunami vom September 2009 sind dort aber nur noch wenige Gästhäuser im Betrieb. Gleich bei Lalomanu konnte man auf einer nahen Insel ein Schildkröten Abenteuer buchen (ob dies nach dem Tsunami immer noch geht, weiss ich nicht). Ebenfalls empfehlenswerte Strände findet man bei Salamumu.

Die Fähre auf die zweite Insel von Western Samoa (Savaii) ist auch ein ziemliches Erlebnis. Wie im polynesischem Raum üblich werden Transportmittel einfach solange geladen, bis es definitiv keinen Platz mehr hat. In Savaii legt die Fähre bei der Ortschaft Saleleloga an. In dieser Ortschaft gibt es den einzig wirklich grossen Markt auf Savaii, ein Samoa-Reisender sollte sich einen Besuch dieses Markt auf jeden Fall gönnen. Von Saleleloga kann man entweder mit Bus, mit Taxis oder mit einem organisiertem Transfer die gebuchte Unterkunft erreichen. Eine Reise per Bus ist zwar ein sehr spannendes Erlebnis, es kommt nicht selten vor, dass man Einheimische auf dem Schoss sitzen hat, weil der Bus so überfüllt ist, aber mit viel Reisegepäck nicht wirklich empfehlenswert.

Auf Savaii sind folgende Attraktionen zu finden: Blow Holes im Süden der Insel, Afu Au Waterfalls mit dem mysteriösen Pulemelei Mound bei Vailoa (Achtung: immer genügend Trinkwasser mitnehmen), die Lava-Felder in Sale'aula (das Lava hat auch vor einer Kirche nicht Halt gemacht) und die Region Manase im Norden der Insel (auch dort kann mit Schildkröten und mit exotischen Fischen gebadet werden).

Absolut empfehlenswert sind Fales als Unterkünfte. Diese an Pfahlbauer-Zeiten erinnernde Bauten sind ideal um den Samoan-Lifestyle so richtig zu entdecken. Es können auch Fales direkt am Strand gebucht werden, jedoch sollte man nicht erwarten, dass das Meer auf die Touristen Rücksicht nimmt und in der Nacht ruhig ist. Die brechenden Wellen am Riff und die kleineren Wellen am Strand machen einen gehörigen Lärm...


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